Das Satanssturzmotiv in der Englischen Literatur

Ein historischer Längsschnitt im Kontext von John Miltons Paradise Lost

Oppermann, Eva

kassel university press, ISBN: 978-3-7376-0386-7, 2018, 428 Pages

DOI: 10.19211/kup9783737603874

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Content: Das Satanssturzmotiv gehört zu den fruchtbarsten biblischen Motiven in der Englischen Literatur. Auf der theoretischen Basis etablierter und aktueller Ansätze zur Motivforschung und Intertextualität untersucht Eva Oppermann es in der auf Jesaja 14,12-15 zurückgehenden Version in zehn Transformationen, beginnend mit der Caedmon-Genesis im 10. Jh bis zu Pullmans Dark Materials (1997–2000). Neben der sogenannten ‚Jesajaparallele‘ nimmt in der Untersuchung John Miltons Paradise Lost (1667/74) eine zentrale Position als diejenige Version ein, in der der gesamte Stoffkomplex von Satanssturz und Sündenfall theologisch und psychologisch am ausführlichsten entwickelt wurde. Durch Einbeziehung der Werke von William Blake und Percy B. Shelley überschreitet die Untersuchung die Grenzen der narrativen Gattungen und bezieht lyrische und dramatische Texte mit ein. Einen sprachübergreifenden Aspekt gewinnt die Forschung auf Grund der Untersuchungen zu den Italienischen und Niederländischen Barockdramen, insbesondere zu Joost van den Vondels Lucifer (1554); dem einzigen Barockdrama zum Satanssturz. Kulturübergreifend wird die Studie durch die Einbeziehung von Rushdies Satanic Verses (1987) als einer islamgeprägten Transformation des Satanssturzmotivs. Durch die exemplarische Auswahl der untersuchten Werke gelingt der Untersuchung größere Tiefe als in entsprechenden Überblicksstudien, ohne dabei allerdings ihre Ganzheitlichkeit einzubüßen.

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