Kommunikation in der Pflege

Ein Ansatz zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenz von Pflegepersonal

Herzig-Walch, Gaby

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-742-5, 2009, 420 Seiten
(Kasseler Gerontologische Schriften 49)

URN: urn:nbn:de:0002-7437

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2009

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Inhalt: Defizite im kommunikativen Umgang von Pflegenden und Gepflegten werden häufig beklagt, so z.B. von Brandenburg, Schützendorf, Koch- Straube und Harking. Diese Feststellung wird in einer Zeit getroffen in der vielfältige gesellschaftliche Veränderungen die Pflege erfassen. Dazu gehören im Besonderen die Veränderungen der Klientel hin zu hochaltrigen, multimorbiden und dementiell veränderten Menschen und nicht zuletzt die Zunahme von Migranten an der Zahl pflegebedürftiger Personen (Robert Bosch Stiftung).

Offenkundige Kommunikationsdefizite und zugleich hohe Anpassungsanforderungen der Pflege an veränderte Bedingungen vergrößern den Abstand zwischen den Kompetenzen der Pflegenden und der Pflegewirklichkeit. Ansätze, um hierbei Abhilfe zu schaffen finden sich im Qualitätsmanagement und in der innovativen Weiterentwicklung der Pflegeausbildung, wobei die Autorin dieser Arbeit den Fokus auf den Bereich der Ausbildung legt. Die Analyse des derzeitigen Standes der Pflegeausbildung lässt defizitäre Ausprägungen erkennen. Als eklatante Mängel erweisen sich der immer noch unsystematische Bezug auf allgemeine Bildungsziele, wie den Schlüsselqualifikationen und die nicht gelingende Verbindung von theoretischer und praktischer Ausbildung. Eine Reihe von innovativen und zeitgemäßen Konzepten und Modellversuchen (Ertl- Schmuck, Keuchel, Müller & Koeppe, Oelke & Menke, Schüßler et al.) zeichnen einen Weg vor, um kommunikative Defizite zu verringern und die Pflegeausbildung an die beschriebenen Erfordernisse anzupassen, allerdings ohne dass sie bisher eine allgemeine Akzeptanz erfahren hätten.

Die Autorin entwickelt ein Konzept, um kommunikative Kompetenz zu beschreiben, operationalisierbar und letztlich für die Pflegeausbildung nutzbar zu machen. Kommunikative Kompetenz setzt sich demnach zusammen aus Reflektiertheit, Kommunikationssituationsdifferenzierung und Deutungsfähigkeit und kann mit Methoden des Szenischen Spiels, einer neu bestimmten Praxisbegleitung, Elementen von Assessment Centern und induktiv- deduktiven Lernarrangements anschlussfähig gemacht werden. Die Vorschläge der Autorin münden in die Erstellung eines Handbuches zur Kommunikationsausbildung in der Pflege. Ein erster Versuch zur Evaluation des Handbuches brachte ermutigende Ergebnisse.

Die Publikation ist in folgenden Formen erhältlich:

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