Entwicklung von Parametern zur Risikobewertung für Projektentwicklungen auf brachgefallenen Flächen - am Beispiel freizeitlich orientierter Projekte

Heinrich, Nils

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-217-8, 2006, 165 Seiten
(Schriftenreihe Bauwirtschaft I 5)

URN: urn:nbn:de:0002-2179

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2006

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Inhalt: Der immense Neuflächenverbrauch für Baumaßnahmen in Deutschland ist nur durch die Umsetzung zukünftiger Projekte auf brachgefallenen Grundstücken zu reduzieren. Diese Tatsache war ein Anlass für die vorliegende Forschungsarbeit. Die Untersuchungen wurden insbesondere für freizeitlich orientierte Projektentwicklungen durchgeführt, weil der Freizeitmarkt in Deutschland, und damit auch die Anzahl freizeitlicher Projektentwicklungen, weiter wachsen wird. Eine wissenschaftliche Untersuchung dieses Themenfeldes wurde bislang noch nicht beschrieben.

Es ist in der Regel notwendig die ersten Phasen der Projektentwicklung vorzufinanzieren, um dann einen Investor für das Projekt zu finden. Diese kritische Phase der Vorfinanzierung der frühen Projektentwicklungsleistungen mit dem damit vorhandenem Risiko ist Schwerpunkt der durchgeführten Untersuchungen. Das Ziel dieser Arbeit bestand in der Erarbeitung einer Vorgehensweise zur Risikobewertung bei freizeitlich orientierten Projektentwicklungen auf Brachflächen zu erarbeiten, welche durch die Entwicklung von Parametern unterstützt werden sollte.

Der Ablauf des Entwicklungsprozesses bei freizeitlich orientierten Projektentwicklungen auf Brachflächen kann nicht einfach von einem auf ein anderes Projekt übertragen werden. Diese These wurde durch umfangreiche Analysen des Freizeitmarktes und durch die Untersuchungen der Randbedingungen brachgefallener Grundstücke belegt. Die Analyse des Projektentwicklungsprozesses hat jedoch gezeigt, dass die Struktur der vorgeschlagenen Vorgehensweise für solche Entwicklungen durchaus übertragbar ist. Die jeweiligen neuen Projektinhalte und Gegebenheiten können dann in diesen Ablauf eingepasst und bearbeitet werden. Dadurch wird eine bessere Risikobewertung gewährleistet, auf deren Basis insbesondere das große wirtschaftliche Risiko der Vorfinanzierung minimiert werden kann.

Die Untersuchungen dieser Arbeit machen des Weiteren deutlich, dass die Entwicklung von großen Immobilienprojekten auf Brachflächen, neben den oftmals gefürchteten Problemen, auch eine Reihe von Chancen beinhalten kann. Die Risiken bei der Revitalisierung von Brachflächen lassen sich nun eingrenzen und bewerten, so dass das Gesamtrisiko gegenüber Vorhaben „auf der grünen Wiese“ keine nennenswerte Steigerung erfährt. Diese Erkenntnis ist ein wichtiger Schritt zur notwendigen Reduzierung der Neuflächeninanspruchnahme.

Durch die Strukturierung der Vorgehensweise bei Projektentwicklungen mit einem freizeitlichen Schwerpunkt lassen sich die besonderen Risiken dieser Projekte besser analysieren und bewerten. Die Risikobewertung bei freizeitlich orientierten Projektentwicklungen auf Brachflächen kann durch die erarbeiteten wissenschaftlichen Methoden entscheidend unterstützt werden. Die entwickelte Form der Bewertungsdarstellung von Faktoren und Parametern in einer übersichtlichen Grafik schafft ein Instrument, das die Bewertung, und vor allem die Fortführung der Bewertung, vereinfacht und nachvollziehbar macht.

Während der Analyse und der Anwendung der Methoden auf freizeitlich orientierte Projektentwicklungen auf Brachflächen wurden folgende Schwerpunkte tief greifend untersucht: Typologien von Brachflächen, mögliche Arten freizeitlicher Nutzungen und aktuelle Trends im Freizeitverhalten. Die spezifischen Besonderheiten freizeitlicher Entwicklungen wurden detailliert erarbeitet. Dazu gehören neben möglichen Organisations- und Kommunikationsstrukturen in erster Linie die Arbeitsschritte der Feasibility Study und hierbei insbesondere die Risikoanalyse. Die Überprüfung unterschiedlicher Finanzierungsmöglichkeiten, die Problematik der Genehmigungsfähigkeit, die Altlastenproblematik auf brachgefallenen Grundstücken und die Besonderheiten der Projektvermarktung freizeitlicher Projektentwicklungen stellten einen weiteren Schwerpunkt der Bearbeitung dar. Die Entwicklung einer übertragbaren Vorgehensweise für die Bewertung von Standortfaktoren stellte die Basis für die darauf folgende Parameterentwicklung und -gruppierung dar. Eine beispielhafte Anwendung dieser Methoden, und die damit mögliche Schnittstellendefinition für solche Projekte, stellt den Praxisbezug dieser Forschungsarbeit her.

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