Ansätze zur Entwicklung von neuen Wohnvierteln mit Bewohnerbeteiligung für niedrige Einkommensgruppen in Indonesien

Modellprojekte in Semarang im Vergleich

Asnawi

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-171-3, 2006, 217 Seiten

URN: urn:nbn:de:0002-1712

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2005

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Inhalt: Die Geschichte der Wohnungspolitik Indonesiens ist seit dem zweiten Fünfjahresplan (1974) bis heute gekennzeichnet durch die kontinuierliche Abnahme der Verantwortlichkeit, die von der Staatsregierung für die Wohnungsversorgung der Bevölkerung übernommen wird. Diese quasi "laissez faire–Politik" führt jedoch zu einer moralisch verantwortungslosen und ziemlich ungerechten Verteilung von sozialen Gütern in der Gesellschaft (siehe auch Castells, 1978). Gemäß dem Ergebnis der Daten (Zensus) der Wohnungsstatistik von Indonesien gab es im Jahre 2000 ca. 3,7 Millionen Wohneinheiten, die leer stehen. Dieser Leerstand übertrifft sogar die Gesamtzahl der Neubauwohnungen, die von den privaten und staatlichen Wohnungsbaugesellschaften in der Zeit von 1974 bis 2002 gebaut wurden (2,1 Millionen Wohnungen). Da fällt ein gesellschaftlicher Widerspruch auf: einerseits gibt es einen hohen Leerstand in den Städten gleichzeitig sind viele Stadtbewohner obdachlos. Im Jahre 2003 wurde festgestellt, dass ca. 6 Mio. Familien noch keine eigene Wohnung hatten. Sie wohnen entweder gemeinsam mit mehreren Familien in einem kleinen Wohnhaus oder in den slums-areas. Im Jahre 2000 lebten ca. 2,3 Mio. Einwohner in slums-areas der Städte und auch in ländlichen Gebieten. Die Anzahl der slums-areas steigt durch den unaufhaltsamen Urbanisierungsprozess ständig.

Um das negative Phänomen des Leerstandes zu verhindern, wurde der nach¬frage¬orien¬tierte Ansatz - Bewohnerbeteiligungsansatz - (demand driven approach) als Antithese zum Angebotsorientierter Ansatz (supply side approach) entwickelt. Die Umsetzung dieses Bewohnerbeteiligungsansatzes in der Praxis ist hier Gegenstand der Forschungs¬arbeit. Durch diese Unter¬su¬chung wurden der spezifische Nutzen und der besondere soziale Gewinn eben dieses Ansatzes herausgefunden, im Vergleich zur üblichen konventionellen Wohnungsbautätigkeit. Allerdings ist bei der Umsetzung des Ansatzes sehr zu beachten, dass ein kompetenter Vermittler, der so genannte Entwick¬lungs¬berater in einer intermediären Funktion (als Moderator) unbedingt notwendig ist. Es kann insgesamt nur gut funktionieren, solange ein starkes soziales Engagement der anderen Akteure bei der Umsetzung des Programms vorhanden ist.

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