Post-Merger-Netzwerk-Integration aus der Sicht von Belly-Fracht am Beispiel der Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss

Europäischer Luftfrachtmarkt, Recht und Wettbewerb, Strategie, Kostenfunktion, Netzwerkgestaltung und Modell zur Optimierung der Flugrouten im Kontext von Belly-Fracht

Alram, Johannes

kassel university press, ISBN: 978-3-86219-012-6, 2011, 317 Seiten

URN: urn:nbn:de:0002-30135

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2010

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Inhalt: Eine Folge der Konsolidierung des europäischen Luftverkehrssektors ist, dass einige der kleineren, ehemals staatlichen Luftverkehrsgesellschaften in Europa von den großen europäischen Netzwerkfluggesellschaften übernommen werden. Die Post-Merger-Netzwerk-Integration ist die logistische Integrationsphase, bei der die Luftverkehrsnetze hinsichtlich Netzstruktur und Flugbetrieb harmonisiert und aufeinander abgestimmt werden, um durch die Bündelung der Flugverkehre eine bessere Auslastung der Flugzeuge und ein besseres Flugangebot zu erzielen.

Das Ziel dieser Arbeit ist, die kartellrechtlichen Auflagen, die Wettbewerbsbedingungen, die unternehmensstrategischen Ziele und die logistischen Voraussetzungen zur Integration von europäischen Flug-Netzwerken zu identifizieren, die Folgen für die Integration unter dem Blickwinkel des Luftfahrtprodukts Unterflurfracht (engl. Belly Freight) in Passagiermaschinen abzuleiten und Annahmen zu treffen, wie der Problemgegenstand modelliert und die Problemdaten gewonnen werden können. Das formulierte Modell identifiziert eine optimale Menge von Flugrouten in einem vorgegebenen Netzwerk-Design (integrierte Flugnetzwerke mit fixen Hub- und Nichthub-Flughäfen und fest allokierten Slots), indem die totalen Kosten für den Transport von Unterflurfracht, minimiert werden. Zu dem Belly-Frachtaufkommen und den Frachtkapazitäten in den Passagiermaschinen werden realitätsnahe Modellannahmen getroffen. Es berücksichtigt die für Belly-Fracht-Transporte relevanten betriebs- und ver-kehrsstreckenbezogenen Kostenbestandteile, die in einer Kostenfunktion formuliert werden. Als Restriktion gilt auch, dass Belly Fracht als automatisch anfallendes „Beiprodukt“ des Passagiertransports betrachtet wird.

Am Beispiel der praxishaften Übernahmen der Austrian Airlines und der Swiss durch den Lufthansa-Konzern wird unter Einbeziehung des aufgestellten Modells und unter der An-nahme von integrationsspezifischen Zielen wissenschaftlich untersucht, ob die beiden M&A-Transkationen unter dem Aspekt von Unterflurfracht-Transporten plausibel sind bzw. Unter-flurfracht als Luftfahrtprodukt überhaupt im Kalkül einer Übernahmeentscheidung ist. Die Untersuchung wird realitätsnah unter Einbeziehung der Luftfrachtstatistik-Daten, den offiziellen Flugplänen und –frequenzen für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz, den tatsächlichen Frachtkapazitäten der hierbei eingesetzten Passagiermaschinen durch-geführt. Die aufgezeigten Rahmenbedingungen für die Netzwerkintegration werden ausführ-lich herausgearbeitet und die Implikationen auf die Post-Merger-Netzwerkintegration dar-gelegt. Es wird dabei disziplinübergreifend eine rechtliche sowie eine Wettbewerbsanalyse vorgenommen und das wettbewerbliche Strategieverhalten von Flughafenbetreiber und Fluggesellschaft spieltheoretisch erklärt.

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