Von der "Heimstätte" zur Wohnstadt

Tansformationen eines Unternehmens zwischen "Weimarer Republik" und 21. Jahrhundert

Feußner, Helmut / Fischer, Friedhelm

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-371-7, 2008, 223 Pages

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Content: Das Buch dokumentiert die Erfahrungen eines großen lokalen Akteurs im Bereich von Wohnen und Stadtentwicklung vor dem Hintergrund der gesellschaftspolitischen Umbrüche der letzten 100 Jahre -- im Mittelpunkt die Phase zwischen dem erstarkenden Engagement des Staates in der Weimarer Republik und dessen Rückzug aus weiten Bereichen der Wohnungs- und Sozialpolitik seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert.

Bereits die unterschiedlichen Namen, unter denen das hier porträtierte Unternehmen seit seiner Gründung am 20. Dezember 1920 auftrat, verdeutlichen dessen Wandlungen zwischen seinen Identitäten als "Regieunternehmen" zur Vermittlung zwischen Staat und unterschiedlichen privaten Akteuren ("Hessische Heimstätte"), als Wohnungsbaugesellschaft ("Hessenheim"/ "Kurhessen Wohnungsbaugesellschaft"), als Konzern ("WOHNSTADT Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH."), der seinen Aufgabenbereich wesentlich in den Bereich der Stadtentwicklung hinein ausdehnte, und als Teil einer Unternehmensgruppe ("Nassauische Heimstätte WOHNSTADT").

Illustriert durch über 200 teilweise farbige Fotos und Pläne führt das Buch zum einen die große Bedeutung des Unternehmens für Kassel und die Region vor Augen und trägt damit zum Verständnis struktureller Zusammenhänge in Wohnungsbau und Stadtentwicklung auf der lokalen Ebene aus neun Jahrzehnten bei. Zum anderen dokumentiert es architektonische und städtebauliche Lösungen und Strategien, die teilweise als Best-Practice-Beispiele über die Grenzen der Region hinaus bekannt wurden, wie etwa das "Kasseler Modell der Kasernenkonversion", teilweise aber auch Innovationen darstellen, für deren Potential als Inspiration für die heutige Praxis die vorliegende Arbeit erst die Aufmerksamkeit weckt.

Das Buch wendet sich damit nicht nur an eine breite Leserschaft mit Interesse für die lokale Geschichte, sondern auch an Fachleute aus den Bereichen Wohnungsbau/politik, Architektur, Stadtplanung/Städtebau und Stadtbaugeschichte.

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