Der Wissenschaftsstandort Deutschland aus Sicht von Gastwissenschaftlern

Vergleichende Analyse mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa

Schelewsky, André

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-097-6, 2005, 119 Pages
(OST-WEST-DIALOG 7)

URN: urn:nbn:de:0002-0975

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Content: Mit der Öffnung Osteuropas Ende der 90er Jahre setzten innerhalb der Europäischen Union Bemühungen ein, nicht nur die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen verstärkt auf- und auszubauen; auch im Wissenschaftsbereich intensivierten die westeuropäischen Länder ihre Integrationsanstrengungen. Ziel war die qualitative Erneuerung und die Integration des vormals weitgehend von der internationalen scientific community isolierten osteuropäischen Hochschulsystems.

Mit der etwa zeitgleich aufkommenden Debatte um einen Brain-Drain aus Deutschland in die Vereinigten Staaten rückte dann die Frage in den Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen, wie die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Deutschland gesteigert werden könnte, um deutsche Forscher zum Bleiben und ausländische zum Kommen zu bewegen. Deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen sahen sich nun in einer Konkurrenzsituation innerhalb eines internationalen Bildungsmarktes, ein Effekt der zu Beginn der neunziger Jahre einsetzenden Globalisierung. Ein „Kampf um die besten Köpfe“ – so der Titel eines 2005 erschienen Buches zum Thema – hat begonnen.

Ziel dieser Studie ist es, eine Stärken-Schwächen-Analyse des Wissenschaftsstandorts Deutschland aus der Perspektive in Deutschland beschäftigter Wissenschaftler vorzunehmen. Gastwissenschaftler, die für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft in Deutschland arbeiten, eignen sich besonders gut, die Stärken und Schwächen und letztlich die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Deutschland einzuschätzen: Sie sind in der Lage, zumindest zwei verschiedene Wissenschaftssysteme zu vergleichen, das ihres Herkunftslandes und das deutsche.

In der regional vergleichenden Analyse wird die Herkunftsregion Mittel- und Osteuropa besonders berücksichtigt. Aus den Ländern dieser Region entstammen mit weitem Abstand die meisten Gastwissenschaftler in Deutschland.

André Schelewsky studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Kassel. Er war u.a. als studentische Hilfskraft am Wissenschaftlichen Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung (WZI) und am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften (FB5) der Universität beschäftigt und ist nun Mitarbeiter der Gesellschaft für empirische Studien bR in Kassel.

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