Stahl im Kirchenbau in Deutschland nach 1945

Krippner, Roland

Universität Kassel, Fachbereich 6, ISBN: 978-3-89117-095-3, 1997, 176 Pages
(Schriftenreihe des Fachbereichs Architektur 23)

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Content: Die liturgischen und architektonischen Reform- und Neuerungsbestrebungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts postulierten den Kirchenbau als zeit- und raumgebundene Schöpfung, welche sich von dem tradierten und geschichtlichen Formenkanon zu lösen und eine der Gegenwart entsprechenden Gestalt zu finden habe. Dies führte zwangsläufig mit dem Einsatz moderner Materialien zur Entwicklung neuer Raumgestaltung und Gebäudeformen. Neben dem Beton war es vor allem der Stahl, der als Baustoff einen wichtigen Schritt zur Ausbildung einer neuen Ästhetik im Kirchenbau darstellte. Gesucht wurde für das Kirchengebäude vielfach etwas Modernes, und für die Verortung in der Gegenwart bildeten die dem Ingenieurbau entlehnten Materialien und Konstruktionen jene umwälzende Neuerung und bedeutungsvolle Erweiterung des architektonischen Schaffens, die auch zu einer weiten Verbreitung der Stahlanwendung führte.

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