Das Zebra streifen

Burckhardt, Lucius / Lang, Gerd / Pfromm, Klaus

Universität Kassel, Fachbereich 6, ISBN: 978-3-89117-083-0, 1994, 28 Pages
(Schriftenreihe des Fachbereichs Architektur Stadtplanung Landschaftsplanung 20)

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Content: 'Sichtbar machen' ist ein Stichwort der Spaziergangswissenschaft, und sichtbar machen kann man unter anderem auch durch entwerferische Interventionen. Aus Anlaß 'das ZEBRAstreifen' fanden über den Zebrateppich hinaus Interventionen statt, die Orte und Zustände sichtbar machten, so das Parkplatz-Such-Ballett auf dem Entenanger, die neue Straßenbahnhaltestelle am Theater, der Chorgesang in der Tiefgarage und anderes mehr, die in dem Heft vorgestellt werden.
Die Spaziergangswissenschaft wird an der GhK entwickelt und harrt im übrigen noch der endgültigen Definition. Ihr Ausgangspunkt ist eine realistische Haltung zur Wahrnehmung und Wirklichkeit. Nach der Wunschvorstellung der Planer nimmt der Nutzer/Spaziergänger eine Umgebung so wahr, wie sie vom Planer konzipiert ist: die Stadt als 'animierend', die Erholungslandschaft als 'entspannend', usw. Der Spaziergangswissenschaftler aber studiert ohne vorgefaßte Meinung und an sich selbst - nicht an 'Betroffenen' - den Aufbau der Wahrnehmung eines Ortes. Dabei ergibt sich zunächst folgendes: Die vom Planer hergestellten 'Bilder' existieren nicht. Vor Ort sieht die Welt ganz anders aus.

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