Festsetzungen in Bebauungsplänen

Ästhetische Normung oder Städtebau

Behringer, Franz

Universität Kassel, Fachbereich 6, ISBN: 978-3-89117-076-2, 1993, 102 Pages
(Arbeitsberichte Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung 111)

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Content: Architektur muß natürlich schön sein. Und damit Bauherren und Architekten das auch ja nie vergessen, werden gleich Nägel mit Köpfen gemacht oder - in Planerdeutsch - gestalterische Festsetzungen in Bebauungsplänen getroffen. Und was ist nun schön oder häßlich? Ist doch klar: Rote Dachziegel zum Beispiel. Auf steilen Satteldächern. Das ist schön. Und Flachdächer sind häßlich. Und...
Parallel zur planungsrechtlichen Forderung nach Bauschönheit werden städtebauliche Festsetzungsmöglichkeiten eher vernachlässigt. Nicht etwa die Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit interessiert, sondern - am Beispiel des Reinen Wohngebietes - die Separation von Alltagsfunktionen und Bevölkerungsgruppen.
Welche Chancen und Risiken birgt das Instrument Festsetzung für Planung und Architektur? Wie haben sich einzelne Festsetzungsmöglichkeiten historisch entwickelt? Ist Architektur - planungsrechtliche - Kunst und als solche vor gestalterischer Zensur generell geschützt? Was bleibt auch ohne ästhetische Normung durch Baurecht festgesetzt? Würde der Traum der bleibt auch ohne ästhetische Normung durch Baurecht festgesetzt? Würde der Traum der Moderne, auf die sich rasch ändernden Anforderungen an Nutzung und Typologie mit gleicher Geschwindigkeit antworten zu können, endlich Wirklichkeit werden? Oder lassen sich nicht auch hier ästhetische "Festsetzungen im Kopf" nachweisen, die dem propagierten Ansatz erheblich im Wege stehen? Die Arbeit versucht baurechtliche Randbedingungen aufzuarbeiten um sie planerischen und architektonischen Zielen gegenüberzustellen. Aus diesem Spannungsverhältnis heraus werden Strategien für Mindestfestsetzungen eines qualifizierten Bebauungsplanes entwickelt und bewertet. Diplomarbeit.

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