Extensives und intensives Grünland /Grünlandgesellschaften als Indikator der Nutzungsintensität

Eine landschaftsplanerische und pflanzensoziologische Kritik zur geplanten Unterschutzstellung von "Feuchtwiesen" in Bad Laasphe /Eine Untersuchung der aktuellen, nutzungsbedingten Artenverschiebung im Grünland der Kasseler Umgebung

Filger, Rüdiger / Arkenau, Thomas / Wucherpfennig, Gerold

Universität Kassel, Fachbereich 6, ISBN: 978-3-89117-069-4, 1992, 215 Pages
(Arbeitsberichte Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung 104)

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Content: In der Untersuchung wird deutlich, daß die bisher bekannte Gliederung des Grünlandes in Weiden, Frisch- und Feuchtwiesen längst nicht mehr ausreicht und in der realen Vegetation weitgehend von Agropyro-Rumicion-nahen, also Flutrasen-ähnlichen Gesellschaften abgelöst und ersetzt wurde. Diese pflanzensoziologisch nachgewiesene Wandlung des Grünlandes hat ihre Ursache vornehmlich in veränderten Produktionsweisen, die sowohl in der Düngeintensität wie der Mahd- und/ oder Weide-häufigkeit begründet ist. Obwohl standorts- und höhenbedingte Klimadifferenzierungen zum Ausdruck kommen, hängt die Verbreitung gerade der flutrasennahen Grünlandgessellschaften im Gegensatz zu "altertümlichen" Wiesen und Weiden jedoch stärker von der Betriebsgröße und der Erwerbsform des Haupterwerbsbetriebes denn von Boden und Klima ab.Der pflanzensoziologische Beitrag dieser Arbeit ist ebenso wie die landschafts kundliche Interpretation des Ergebnisses ein Beispiel für den landschaftsplanerischen Ertrag vegetationskundlicher Arbeit und die Notwendigkeit einer genauen Kenntnis der Naturausstattung, um diese auch begreifen zu können.

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