Scenarios of Perception of Reaction to Adaptation – Abschlussbericht zum Verbundprojekt SPREAD

Ernst, Andreas / Welzer, Harald / Briegel, Ramón / David, Martin / Gellrich, Angelika / Schönborn, Sophia / Kroh, Jens

kassel university press, ISBN: 978-3-86219-892-4, 2015, 52 Pages
(CESR-Paper 8)

URN: urn:nbn:de:0002-38939

DOI: 10.19211/KUP9783862198938

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Content: Das Projekt wurde im Kooperationsverbund vom Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel und dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) der Universität Duisburg‐Essen durchgeführt.

Das Teilprojekt „Bedingungen erfolgreicher sozio‐technischer Wandlungen“ am KWI fokussierte auf die Entstehungs- und Etablierungsphasen von innovativen Akteuren im Bereich regenerative Energie. Konkret beruhen diese Ergebnisse auf Fallstudien dreier Unternehmen, die bis heute erfolgreich agieren: Den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), ein mittlerweile bundesweit etablierter Ökostromanbieter in Deutschland, Solarcomplex als ein regional aktives Bürgerunternehmen sowie eine lokal agierende Bürgerinitiative in Hagen-Berchum (Berchumer Initiative für Solarenergie, BINSE). Hier wurden mit qualitativen Methoden Materialrecherchen, explorative Einzelinterviews und Gruppendiskussionen durchgeführt, überwiegend mit den Innovationspionieren und deren frühen Mitstreitern, aber auch mit Experten und Adoptern. Ziel dieser Untersuchung war es, einen vertieften Einblick in die Genese und Ausbreitung der Initiativen zu erhalten, besonders innovations- und diffusionsfördernde sowie -hemmende Faktoren zu identifizieren.

Die Ergebnisse des Teilprojektes „Quantitative Erhebung und Modellierung“ am Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel beruhen einerseits auf einer umfassenden Fragebogenerhebung zur Nutzung von Ökostrom und der Beteiligung an Bürgersolaranlagen. Der Schwerpunkt lag hier vor allem auf Wahrnehmung und Bewertung der Innovationen in unterschiedlichen gesellschaftlichen, durch ihre Lebensstile definierten Gruppen. Mittels einer agentenbasierten Modellierung und Simulation wurde anhand von möglichen Ausbreitungsszenarien die Dynamik des Wandels sichtbar gemacht und einer Analyse zugeführt. Auf der Basis eines psychologischen Modells, Vorarbeiten (u.a. Schwarz & Ernst, 2009), Lebensstilanalysen sowie netzwerktheoretischen Überlegungen wurden zunächst retrodiktive Simulationen durchgeführt und mit historischen Daten abgeglichen, um Annahmen über Einflussfaktoren einer Prüfung zu unterziehen und das Modell zu verbessern.
Die Simulation prospektiver Szenarien wiederum diente dazu, mögliche Fördermaßnahmen in ihrer Wirkung und dynamischen Interaktion mit anderen Faktoren zu beleuchten.

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