Japonismen in Whistlers Frühwerk

Eine interkulturell-kunstwissenschaftliche Analyse

Schneider, Tamara

kassel university press, ISBN: 978-3-86219-552-7, 2015, 212 Pages

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2013

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Content: James Abbott McNeill Whistler (1834-1903), Pionier eines echten Japonismus in Europa? Angesichts der Bedeutung der japanischen Ästhetik in der modernen Kunst und unterschiedlicher Ansichten zum Thema in der Literatur widmet sich dieses Buch der Frage erneut.

Beantwortet wird sie mittels eines innovativen Erklärungsansatzes, der neben ikonographischen und ikonologischen Analysen auch Konzepte der Cultural Studies verwendet. So wird gezeigt, dass Whistler, motiviert vom zentralen Dilemma des zeitgenössischen Kunstdiskurses, bereits vor 1860 Inspirationen in der japanischen Kunst fand. Ukiyo-e und Hokusais Manga spielten dabei eine zentrale Rolle, da sie in Europa früh verfügbar waren und den Zugang zur japanischen Kunst erleichterten. Gleichsam offenbaren sie zentrale Charakteristika traditioneller japanischer Kunstformen wie dem Sadō und setzen so auch die in der japanischen Kunst so bedeutsamen geistigen Aspekte wie
Ma und Shizen um.

Mit der Betonung gerade auf diese in bisherigen Untersuchungen zum Japonismus oft vernachlässigten geistigen Aspekte zeigt das Buch, dass Whistler tatsächlich eine Pionierrolle in der Vermittlung eines Verständnisses der japanischen Kunst in Europa spielte.

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