„Star-crossed lovers“ – alles Schicksal – oder?

Eine Untersuchung zur Rolle der Prologe und der Dialektik des Schicksalsbegriffs in Shakespeares Romeo and Juliet

Röttcher, Sabine

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-549-0, 2010

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2009

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Inhalt: In Shakespeares Romeo and Juliet geht es nicht nur um ein junges Liebespaar aus zwei verfeindeten Familien, sondern zwischen den Zeilen auch um die Themen Vorbestimmung, sozialer Einfluss und Eigenverantwortung. Der Schicksalsbegriff des Dramas ist eine hochambivalente Mischung aus fatalistischer Schicksalsergebenheit und voluntaristischer Auflehnung. Wie diese Thematik in das Drama eingewoben ist, welche Gratwanderung sie bedeutet, wie Shakespeare sie transzendiert und wie differenziert die Grenzen zwischen Vorbestimmung, sozialem Einfluss und Eigenverantwortung für das Drama gezogen werden müssen, macht diese Analyse deutlich. Awareness, die Fähigkeit, Situationen im Konflikt zwischen Fatum und Fortuna richtig zu erkennen und zu meistern, ist der Schlüsselbegriff der Untersuchung. Unter diesem Aspekt bringt die Dissertation neue Interpretationen und Begründungen für das Entstehen und das weltliche Scheitern der Liebe von Romeo und Julia. Die 400 Jahre alte Tragödie transportiert dabei eine erstaunlich moderne Problematik, die sie auch heute noch interessant macht.

Die Publikation ist in folgenden Formen erhältlich: