Pioniere Nachhaltiger Lebensstile

Analyse einer positiven Extremgruppe mit bereichsübergreifender Kongruenz zwischen hohem nachhaltigen Problembewusstsein und ausgeprägtem nachhaltigen Handeln

Degenhardt, Lars

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-308-3, 2007, 211 Seiten

URN: urn:nbn:de:0002-3089

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Inhalt: Durch den Begriff „Sustainable Development“ oder in der gängigsten deutschen Übersetzung nachhaltige Entwicklung ist das Umweltthema und damit auch die Kommunikation über Umwelt seit Anfang der 90er Jahre wieder verstärkt in die öffentliche Diskussion geraten. Angeregt durch den 1987 veröffentlichten „Brundtland-Bericht“ sowie die auf der UNCED-Konferenz 1992 in Rio verabschiedeten Dokumente (insbesondere die Agenda 21) wurde das Umweltthema in der Diskussion um „Sustainable Development“ verstärkt mit sozialen und ökonomischen Aspekten und Entwicklungslinien verknüpft. Zu den elementaren Zielgrößen im Diskurs über nachhaltige Entwicklung gehört die Annahme, das eine global nachhaltige Entwicklung nur dann zu erreichen ist, wenn sich komplementär zu den Veränderungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auch die Lebensstile der Menschen in ihren Lebens- und Arbeitszusammenhängen verändern. Doch wie kommen Menschen dazu, ihren Lebensstil an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten?

Ausgehend von den Ergebnissen der umweltorientierten Lebensstilforschung und der sozial-wissenschaftlichen Umweltbewusstseinsforschung werden in dieser Forschungsarbeit Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt, die es geschafft haben, einen nachhaltigen Lebensstil in die Praxis umzusetzen. Diese Menschen werden als Lebensstil-Pioniere bezeichnet, da sie als positive Beispiele für die Umsetzung von nachhaltigem Problembewusstsein aufgefasst werden können. Im Vordergrund der empirischen Studie stehen die Beweggründe, die biographischen und persönlichen Einflussfaktoren, die sich für die Umsetzung eines nachhaltigen Lebensstils als förderlich erwiesen haben. Insgesamt wurden 22 Interviewteilnehmer zu der Fragestellung untersucht, wie sie durch biographische Erfahrungen dazu gekommen sind, ihren Lebensstil an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten, welche persönliche Eigenschaften hierfür förderlich sind und aufgrund welcher Selektionsentscheidungen der nachhaltige Lebensstil in die Praxis umgesetzt wird. Damit orientiert sich der Untersuchungsansatz an der Erforschung einer positiven Extremgruppe, in dem der sozialwissenschaftlichen Diskrepanzforschung das Kongruenztheorem gegenübergestellt wird.

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