Untersuchung geeigneter Strategien zur biologischen Behandlung städtischer Hausabfälle in Schwellenländern

- Fallbeispiel Marokko -

El Edghiri, Tarik

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-156-0, 2005, 265 Seiten

URN: urn:nbn:de:0002-1568

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2004

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Inhalt: Tarik El Edghiri hat zwei Diplomtitel der Universitäten Meknes (Marokko) in 1988 (Agrar-Ing.) und Kassel in 1993 (Dipl.-Ing. ökologische Umweltsicherung). Innerhalb des Abfallsektors verfügt er über langjährige Erfahrungen im In- und Ausland, bei-spielsweise arbeitete er über drei Jahre als Projektleiter des von der Volkswagen-Stiftung geförderten Projektes über Hausmüllkompostierung in Marokko. Weiterhin arbeitete er als Fachingenieur in Projekten bei internationalen Konzernen wie GTZ und Institut Fresenius. Seine Forschungsschwerpunkte bei der Universität Kassel (Fachgebiet Abfallwirtschaft und Altlasten) waren die abfallwirtschaftlichen Probleme in Schwellenländern.

Ziel der hier durchgeführten Forschungsvorhaben war es, die Abfallbehandlung unter den klimatischen Verhältnissen der Schwellen- und Entwicklungsländer am dafür re-präsentativen Beispielland Marokko zu optimieren. Der gegenüber Deutschland deutlich organikreicheren Abfallzusammensetzung sollte dabei eine besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.

Es konnte festgestellt werden, dass Kompostierungsverfahren und mechanisch-biologische Abfallbehandlungsmethoden aus Europa nur mit großer Vorsicht in Schwellen- bzw. Entwicklungsländern eingesetzt werden können. Mögliche Strategien für einfache Mietenkompostierungsverfahren wurden für lokale Bedingungen in Marokko hergeleitet. Diesbezüglich wurden wichtige Steuerungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung klimatischer Einflüsse herausgearbeitet.

Die Hausabfälle lassen sich durch vielfältige Einflussnahmen auf den Behandlungsprozess gezielt so konditionieren, dass gewünschte Qualitäten für bestimmte Verwendungszwecke angeboten werden können. So können nicht nur wertgebende Se-kundärrohstoffdünger erzeugt, sondern auch, je nach Wunsch, ein Stabilat für die thermische Verwertung oder ein endverrottetes Material für die Deponierung hergestellt werden. Dies kann dazu beitragen, insbesondere in warmen Gebieten der Schwellenländer, eine weitgehende Verwertung oder emissions- und nachsorgefreie Deponierung zu erreichen und somit zu einer Strategie zu kommen, die stärker die Nachhaltigkeit der Abfallwirtschaft in den Mittelpunkt rückt.

Soweit ein Kompostmarkt vorhanden ist, kann die landwirtschaftliche Verwertung des nativ-organischen Anteils des Hausmülls einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in Marokko leisten. Zu beachten sind dabei mögliche Kontaminationen mit Schadstoffen, insbesondere Schwermetallen, sowie eventuelle Belastungen mit hu-manpathogenen Keimen.

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