Parameter der Auftragsklärung von externen Anbietern innerbetrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen

Woydt, Sabine

kassel university press, ISBN: 978-3-89958-114-0, 2005, 292 Seiten

URN: urn:nbn:de:0002-1141

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2004

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Inhalt: Ausgehend von eigenen Erfahrungen als Anbieterin von Weiterbildungsdienstleistungen für Unternehmen geht die Autorin den Fragen nach, welche Parameter die Vergabe und Klärung von Weiterbildungsaufträgen beeinflussen und wie diese Klärung idealerweise verlaufen sollte, wenn das Ziel betrieblicher Weiterbildung die Steigerung der Produktivität eines Arbeitsbereiches ist.

Dem Ideal liegt das lerntheoretische Konzept des Konstruktivismus (in Anlehnung z.B. an den Deutungsmusteransatz von Arnold 1983) zugrunde. Demnach sind während der Auftragsklärung vor allem Daten zu generieren, die Aufschluss über das Funktionsfeld und die arbeitsbezogenen Deutungsmuster der Weiterbildungszielgruppe geben. Für die Erhebung dieser Daten wird ein idealtypischer Klärungsverlauf entwickelt und durch Checklisten illustriert. Soweit das handlungspraktische Ergebnis der Arbeit.

Ob und wie dieser idealtypische Verlauf in konkreten Auftragsklärungssituationen realisiert werden kann, ist von einer Reihe sog. Bedingungsparameter abhängig. Diese Parameter ordnet die Autorin ihrem zunehmenden Abstraktionsgrad entsprechend konzentrisch um den Gestaltungsparameter der Inhalte an:

  • auf der personalen Ebene: die Rollenträger im sog. Buying- und Selling-Center, ihr Berufsverständnis und ihre subjektiven Theorien über Wissen, Lernen und Leistungsmotivation

  • auf der interaktionalen Ebene: sozialpsychologische und entscheidungstheoretische Gesprächsziele der Beteiligten sowie deren Beeinflussbarkeit durch Marketingentscheidungen des Anbieters

  • auf der organisationalen Ebene: die Abbildung der Personalentwicklungsfunktion im auftraggebenden Unternehmen, dessen Reifegrad bzw. Kernwerte, die praktizierte Form der Bildungsbedarfsanalyse und der Stellenwert von Evaluation (nach der Definition von Reischmann 2003 und skizziert am Modell von Kirkpatrick 2000)

  • auf der gesellschaftlichen Ebene: die Situation des Weiterbildungsmarkts (Anbieter- und Nachfragerzahlen nach Studien des IW und BMBF) und die rechtlichen Rahmenbedingungen von Weiterbildungsaufträgen.
  • In ihrem Aufbau gibt die Arbeit den Erkenntnisgang der Autorin bei der Untersuchung dieses für die Berufspraxis von Wirtschaftspädagogen bedeutsamen und wissenschaftlich bislang vernachlässigten Arbeitsfelds wieder. Neben eigenen Erfahrungen sind vor allem die Erkenntnisse aus einer qualitativen Expertenbefragung bei Anbietern und Nachfragern betrieblicher Weiterbildungsdienstleistungen Ausgangspunkt für die Parameteranalyse. Durch zahlreiche Fallbeispiele werden die von der Praxis aufgeworfenen Fragen illustriert und unter Zugriff auf verschiedene Disziplinen (VWL, Recht, BWL, Pädagogik, Sozialpsychologie) einer ersten Beantwortung und Systematisierung zugeführt.

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