Zwischen Reglement und Laissez-faire

Zum Phänomen der Unschärfe im städtebaulichen Entwurf untersucht an deutschen und niederländischen Städtebaukonzepten der 1990er Jahre

Zahiri, Cyrus

kassel university press, ISBN: 978-3-86219-509-1, 2013, 346 Seiten

Zugl.: Kassel, Univ., Diss. 2012

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Inhalt: Städtebauliche Konzepte werden meist in mittel- und langfristigen Zeiträumen umgesetzt. In der Zwischenzeit unterliegen sie häufig unterschiedlichen Einflüssen. Gleichzeitig verlieren die Entwurfsverfasser weitgehend die Möglichkeit, auf Veränderungen zu reagieren. Im Gegensatz zum Hochbau-Entwurf ist der städtebauliche Entwurf daher häufig mit einem bestimmten Maß an Unschärfe verbunden.

Ziel der Arbeit ist es, Aussagen zu treffen zum gestalterischen Umgang mit dem Phänomen der 'Unschärfe'. Dazu werden deutsche und niederländische Städtebau-Konzepte der 1990er Jahre untersucht, deren Autoren bewusst ein bestimmtes Maß an gestalterisch-konzeptioneller Unschärfe berücksichtigen. Inzwischen weitgehend umgesetzt, erlauben sie einen Vergleich zwischen den zugrunde gelegten konzeptionellen Annahmen und ihrer Wirksamkeit bei der Umsetzung. Die Arbeit illustriert die Anwendungsmöglichkeiten der eingesetzten Entwurfsinstrumente sowie ihre Wechselwirkung untereinander. Die Ergebnisse ergänzen und präzisieren das bestehende städtebauliche Entwurfsrepertoire. Prozessbegleitend können sie Planer, Behörden, Investoren und Betroffene bei der Einschätzung städtebaulicher Projekte unterstützen und ihre Aushandlungsziele präzisieren.

Die Publikation ist in folgenden Formen erhältlich: